04.11.2007

Im Steinbruch


Eine echte Entdeckung der letzten Wochen sind die Arbeiten des US-amerikanischen Pianisten Cecil Taylor. Sein "Conquistador!" aus dem Jahre 1966 begleitet mich nun schon einige Tage und fasziniert vor allem wegen des immensen Weitblicks, den Taylor seiner Musik in knapp 40 Minuten so selbstverständlich verleiht. Mich würde wirklich interessieren, wie viele Künstler der elektronischen Musik von Taylor im Speziellen, aber auch der zahlreichen Free Jazz-Musiker der sechziger Jahre im Allgemeinen beeinflusst wurden. Denn nicht nur auf "Conquistador!" hört man Strukturen und vor allem Klänge, die man heute, zugegebenermaßen moderner und mittels technischer Hilfsmittel weiterentwickelt, auf so mancher Veröffentlichung der elektronischen Musik wiederfindet. Auch auf folgendem Video, einer kurzen Sequenz aus dem Dokumentarfilm "CECIL TAYLOR: ALL THE NOTES" (USA 2004, Regie: Christopher Felver), lässt es sich gut nachvollziehen, welchen (überraschenderweise auch) klanglichen Einfluss diese Epoche auf die folgende Zeit hatte. Und mal ganz davon abgesehen ist es ein ungeheurer Genuss, diesen Mann bei seinem körperbetonten, ausufernden Spiel zu beobachten.


1 Kommentar:

Alina VioletVision.de hat gesagt…

jetzt ein wohl gewählter kommentar: auf dem cover sieht er aus wie oscar aus der mülltonne von der sesamstraße. finde eh cover mit dem gesicht des künstlers eher doof. egal ob pop oder jazz.